Die Landesregierung hat aus dem Warhol-Debakel nicht gelernt

Die Landesregierung hat aus dem Warhol-Debakel nicht gelernt

statement_wdr

Der WDR will seine Pläne zum Verkauf von Kunstwerken aus seiner Sammlung in die Tat umsetzen. Die wertvollsten 48 Kunstwerke der WDR Sammlung sollen versteigert werden.

Lukas Lamla, Kulturpolitischer Sprecher der Piratenfraktion im Landtag NRW:

Die Landesregierung hat aus der Blamage um die Warhol-Versteigerungen nichts gelernt. Die Aufgabe des WDR als öffentlich rechtliche Sendeanstalt ist es, ein ausgewogenes Programm anzubieten und sich nicht als Kunsthändler zu inszenieren. Die Sammlung des Senders sollte der Kunstsammlung NRW überlassen und anschließend der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

Die Piraten in NRW stehen für freien Zugang zu Kunst- und Kulturgütern im Besitz von öffentlich-rechtlichen Einrichtungen.

Das Timing der WDR-Ausverkaufsaktion hinterlässt einen üblen Beigeschmack, wenn kurz vor der Verabschiedung eines Kulturgutschutzgesetzes im Bund der WDR noch schnell seine wertvollsten Werke auf den Markt bringen will. Die Erlaubnis der Landesregierung ist zudem der Stempel unter dem kulturpolitischen Armutszeugnis der Causa Warhol.“